Am 03.06.2026 waren wir im Seminar "Einführung in die Kinder- und Jugendhilfe" zu Gast. Wir kamen mit den Studierenden der Sozialen Arbeit zum Übergang aus stationären Erziehungshilfen in die Eigenständigkeit ins Gespräch und stellten die Arbeit des CLZT vor. Grundlage der Auseinandersetzung waren die Stimmen der Careleaver*innen selbst, dieses Mal anhand einiger Texte von Careleaving Storys (2022) sowie Careleaving Storys II (2025) sowie des Leitfadens des BuMF e. V. (2017) "Junge Geflüchtete auf dem Weg in ein eigenverantwortliches Leben begleiten. Ein Leitfaden für Fachkräfte", der auf Basis von Interviews mit Careleaver*innen erstellt wurde.
Neben finanzieller Sicherheit, Aufenthaltssicherung und gesellschaftlicher Teilhabe wurden auch Identitätsfindung und die Frage der Zugehörigkeit - Zuhause - Familie als bedeutsam im Leaving Care herausgearbeitet.
Die größte Herausforderung für alle Careleaver*innen bleibt jedoch das wegfallende Netzwerk der Jugendhilfe, wodurch Beziehungsabbrüche produziert, Einsamkeit verstärkt, Verantwortungsübernahme zu früh erzwungen und auch die Durchsetzung von Leistungsansprüchen gegenüber Behörden erschwert wird.
Denn statt einem "melde dich, wenn etwas ist" braucht es niedrigschwellige, kommunale Anlaufstellen für Careleaver*innen - auch in Thüringen!




